Fans sind immer dabei

Vereine, die kein Budget für Werbung haben, müssen nicht auf Fans verzichten. Gerade auf der lokalen Ebene sind Fans ihren Vereinen besonders treu. Ein Grund liegt schlicht darin, dass man im örtlichen Fußballverein alle Spieler kennt und vielleicht sogar Familienmitglieder auf dem Platz stehen.

Hinzu kommt die Nähe, die man in den unteren Ligen noch zu den Spielern hat. Hier gibt es keine Zäune, und in der Kreisliga kann man sogar noch an der Außenlinie stehen und seine Mannschaft anfeuern. Weil die Bindung zu den Fans so eng ist, fahren einige auch mal im Mannschaftsbus mit – oder fahren diesen sogar selbst. Es ist durchaus üblich, dass ein örtlicher Busunternehmer auch den Fußballverein sponsert. Er kann damit Werbung machen und die Fußballer müssen sich um den Transport zu den Auswärtsspielen keine Sorge machen. Andere Fans helfen auch mal bei der Verpflegung beim Heimspiel aus oder kümmern sich um die Kinder der Spieler.

Gemeinsames Bier nach dem Spiel

Bis in die Regionalliga sind Spieler auch zugänglich. Sie können sich Zeit für die Fans nehmen, über den Spielverlauf diskutieren und sich Vorschläge anhören. Gleiches gilt für die Trainer, auch wenn diese manchmal eher ungern die Kritik hören wollen.

Zwar ist die Spielerkabine auch in der Kreisliga tabu für Fans, dafür trifft man sich aber nach dem Spiel gerne mal mit den Fußballern auf ein Bier. In der Vereinskneipe wird dann zusammen gefachsimpelt und der Sieg gefeiert. Oft genug kommt es vor, dass die Spieler und Fans der Gegnermannschaft dabei sind. Denn gerade auf der lokalen Ebene ist Fußball immer noch ein Sport, der Menschen auch verbindet.

Und auch in kritischen Situationen ist die Freundschaft zwischen Fans und Spielern vor Vorteil. Wenn es einmal zu Spannungen oder gar Ausschreitungen kommt, ist es etwas einfacher für das Team, die Situation zu de-eskalieren. Da man sich kennt, ist die Ansprache direkter und auf Augenhöhe.