Herausragende Regional- und Oberliga-Vereine

In der viert- und fünfhöchsten Spielklasse versammeln sich erfolgreiche Amateurvereine aus allen Landesverbänden. Dabei gibt es auch einige bekannte Vereine, die früher sogar in der Bundesliga spielten.

1. FC Saarbrücken

Der Verein aus dem Saarland gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Zwei Mal wurde der Verein sogar Deutscher Vize-Meister, seit den 60er-Jahren ist es aber eine Fahrstuhlmannschaft, die immer wieder auf-, vor allem aber absteigt. Die Frauenmannschaft war da erfolgreicher, die Damen spielten sechzehn Jahre in der Bundesliga und seit 2011 in der 2. Bundesliga Süd.

Rot-Weiss Essen

Das Team aus dem Ruhrgebiet ist ebenfalls ein deutscher Traditionsverein, der aber nicht dauerhaft die Leistung bringen konnte, die für Topteams notwendig war. In den 50er-Jahren wurde Essen sogar einmal Deutscher Meister. Einer der bekanntesten Spieler war Helmut Rahn, das wohl bekannteste Ehrenmitglied im Verein ist der Brasilianer Pelé . An Promis fehlt es den Essenern ohnehin nicht: Mario Basler spielte hier, aber auch Mesut Özil und sogar Otto Rehagel stanen auf der Gehaltsliste des Vereins.

Lokomotive Leipzig

Die erfolgreiche DDR-Mannschaft hat voller Stolz ihren alten Namen behalten. Gegründet wurde Loksche, wie sie die Fans nennen, 1966. Später benannte sich der Verein in VfB Leipzig um, musste aber 2003 Insolvenz anmelden. Die Fans übernahmen die Führung und den Verein und änderten den Namen wieder in Lokomotive um.

Das Team machte bald schon Schlagzeilen: Obwohl es in der Kreisliga starten musste, kamen 12.000 Zuschauer zu den Spielen. Auch nach dem Durchmarsch bis in die Oberliga blieben die Fans dem Kultverein treu. Für einen Tag kam sogar der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus aus dem Rentnerleben zurück und unterstützte die Mannschaft auf dem Platz. Kurze Zeit übernahm auch der Nationalmannschaftskollege Mario Basler die Geschicke als sportlicher Leiter.

Die Treue der Fans zeigte sich auch 2020, als nach der Absage des Spielbetriebs wegen der Corona-Krise 120.000 Tickets für ein fiktives Spiel verkauft werden konnten.