Was den Amateurfußball ausmacht

Jedes Wochenende stehen tausende von Spielerinnnen und Spielern auf den Fußballplätzen, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Berichtet wird meistens nur über die Bundesliga, aber der Amateurfußball ist das Fundament der beliebtesten deutschen Sportart.

Fast jede Gemeinde in Deutschland hat heute einen Fußballverein und eine 1. Mannschaft, die in einer der Ligen spielt. Die meisten Partien finden in den Kreisligen statt, weitere dann in den Verbands- und Landesligen. Erst ab der 3. Liga wird Fußball zu einem Profisport. Doch die meiste Arbeit geschieht dort, wo ehrenamtlich gespielt und gearbeitet wird. In den kleinen lokalen Vereinen wachsen auch Talente heran: Fast jeder deutsche Profi hat einmal bei einem kleinen Verein angefangen. Allerdings werden heute bereits in jungen Jahren gute Spieler aus der Kreisklasse zu den großen Vereinen geholt.

Familien helfen ebenfalls mit

Dennoch hat das dem Amateurfußball keinen Abbruch getan. Denn hier in den unteren Klassen geht es um mehr als nur den Sieg oder Klassenerhalt. Fußball ist eine Freizeitbeschäftigung, oft genug kommt auch die ganze Familie mit zum Spiel und feuert Mama, Papa, Sohn oder Tochter auf dem Spielfeld an oder stellt sich für den Fahrdienst bei Auswärtsspielen zur Verfügung. Fußball im lokalen Verein ist sowieso eine Gemeinschaftsaufgabe: Neben den Spielern gibt es noch die Trainer, Schiedsrichter, Zeug- und Platzwart und Kassierer, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen.

Gerade weil Fußball das Gemeinschaftsgefühl stärkt und eine ehrenamtliche Tätigkeit ist, werden Vereine von den Städten und Gemeinden gefördert. Zum einen müssen die Vereine meistens keine Steuern bezahlen, zum anderen helfen die Kommunen auch beim Bau und der Instandhaltung von Sportplätzen. Mittlerweile kann man übrigens auch einige Spiele der Amateurvereine im Internet verfolgen – der DFB hatte mit einer Firma Spielstätten mit speziellen Kameras ausgestattet. Diese übertrugen dann das Spiel direkt auf eine Webseite, ohne dass es eines Kamerateams oder Übertragungswagens bedurfte. Das machte den Amateurfußball nochmals bekannter und für viele auch attraktiver.